Die Geschichte, als Ringel und Otti in ein fremdes Haus krochen

Ringel und Otti, zwei Regenwürmerbrüder, lebten im Komposthaufen von Bärin Bea. Die warf immer die leckersten und wohlschmeckendsten und appetitlichsten Dinge dort hinein – Erdreste aus ihrem Garten, abgefallenes Laub und manchmal sogar Apfelstümpfe! Es war ein Paradies für Ringel und Otti.

Eines kalten Morgens im Dezember weckte Ringel seinen Bruder Otti ganz aufgeregt.

„Otti! Ich habe eine Idee! Lass uns heute doch einmal in Beas Haus kriechen. Dort gibt es sicher noch viel besseres Essen als hier draußen.“

Otti war sofort Wurm und Erde für diese Idee.

Nachdem Bea ihr Haus verlassen hatte um Biene einen Besuch abzustatten, krochen Ringel und Otti leise ins Haus hinein. Da die Türen verschlossen waren, nahmen sie einfach das Schlüsselloch als ihren Eingang. Oder nennt man es dann ein Wurmloch?

Die beiden kamen direkt in die Küche von Bea.

„Ach du grüner Regenwurm!“, schrie Ringel auf.

Dort waren nur ekelhafte und grauenvolle und unappetitliche Dinge zu finden! Bea hatte frisches Obst, Gemüse und sogar Honig in ihrer Küche! Nur ungenießbare Dinge.

Ringel und Otti waren schwer enttäuscht. Sie hatten sich so viel erhofft. Doch da entdeckte Otti etwas.

„Schau mal da, Ringel!“

Die beiden krochen gemeinsam in das Wohnzimmer von Bärin Bea. Dort stand ein riesiger Tannenbaum. Er war geschmückt mit bunten Fäden, Kugeln und Anhängern. Die beiden entdeckten sofort ein kleines Loch im Baumstumpf und krochen hinein. Dieser Baum war ein noch viel besseres Zuhause als ihr Komposthaufen! Sofort beschlossen die beiden Regenwürmer dort einzuziehen.